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Einführung in Samba PDF Drucken E-Mail

Was ist Samba?

Samba ist ein SMB-Server für UNIX, Linux und andere Betriebssysteme, der die Einbindung dieser Systeme in ein Windows-Netzwerk ermöglicht, in dem über das SMB-Protokoll (Server Message Block) kommuniziert wird.

Geschichte

Ende 1991 wollte der australische Informatikstudent Andrew Tridgell seinen DOS-Rechner mit einem Server auf einer Sun-Workstation verbinden. Er fand jedoch keinen SMB-Server, der auf einer Sun-Workstation lauffähig war, weswegen er beschloss, einen eigenen zu entwickeln. Da ihm keine Dokumentation des von DOS benutzten SMB-Protokolls vorlag, blieb ihm nichts anderes übrig, als die Kommunikation zu überwachen und zu analysieren, bis er genug herausgefunden hatte, um einen einfachen Server schreiben zu können. Dabei programmierte er alle Werte, deren Bedeutung er nicht verstand, als feste Konstanten in den Server ein. Als er die erste Version, den "Server 0.1", im Januar 1992 veröffentlichte, stieß sein Projekt sofort auf Interesse, so dass er nur jeweils einen Monat später die beiden Nachfolgerversionen 0.5 und 1.0 veröffentlichte. Danach schlief das Projekt etwas ein, bis Andrew Tridgell begann, sich für Linux zu interessieren, und seinen Server auf Linux portierte. Da er zwischenzeitlich die Dokumentation des SMB-Protokolls erhalten hatte, konnte er einige der konstanten Werte durch entsprechende Werte ersetzen. Heute ist der aus rechtlichen Gründen in "Samba" umbenannte Server ein OpenSource- Projekt, dessen harter Kern aus etwa 20 Programmierern besteht. Samba ist für fast alle UNIX-Derivate und einige andere Betriebssysteme verfügbar, und da der in C geschriebene Quellcode frei verfügbar ist, kann es auch leicht auf weitere Systeme portiert werden. Die aktuelle Version ist Samba 3.0.22 (Samba 3.0.23 Beta ist zu Testzwecken ebenfalls bereits verfügbar).

Funktionen von Samba

Grundsätzlich ermöglicht Samba einem Rechner mit einem Nicht-Microsoft-Betriebssystem wie z.B. UNIX oder Linux die Teilnahme an einem Windows-Netzwerk auf Basis des SMB-Protokolls. Samba kann sowohl als Server als auch als Client teilnehmen, wird üblicherweise aber als Server eingesetzt, da hier die Vorteile gegenüber Windows eher zum Tragen kommen. Neben seiner Hauptfunktionalität, der Freigabe von Verzeichnissen, Dateien, Druckern und anderen Netzwerkdiensten, kann Samba beispielsweise auch die Funktion des Windows Internet Name Service (WINS) übernehmen. Wie unter UNIX üblich, wird Samba über eine einfache Textdatei konfiguriert, die den Namen smb.conf trägt. Die Auflistung der möglichen Parameter in dem Buch SAMBA - Integration von Linux/Unix-Rechnern in Windows-Netze" von Jens Kühnel (siehe Quellenverzeichnis) erstreckt sich über 13 Seiten. Alternativ kann Samba auch über ein graphisches Web-Interface administriert werden, z.B. über SWAT (Samba Web Administration Tool).

CIFS (Common Internet File System)

wurde 1996 von Microsoft eingeführt und beschreibt eine erweiterte Version von SMB. CIFS baut dabei auf NetBIOS over TCP/IP und SMB auf, und bietet neben der Datei- und Druckerfreigabe weitere Dienste wie z.B. den Windows RPC und den Domänendienst an. Die Namensauflösung geschieht dabei weiterhin über NBT Broadcasts bzw. allgemein gesprochen den NBT Name Service, oder über DNS, wenn der NBT nicht zur Verfügung steht.

Das SMB-Protokoll (Server Message Block)

SMB wurde zuerst 1983 von Barry Feigenbaum bei IBM vorgestellt. Im Laufe der Zeit wurde das Protokoll von verschiedenen Firmen und Gruppen, darunter Microsoft, SCO, Thursby, IBM, Apple und dem Samba Team, erweitert. Die meisten Erweiterungen kommen aus dem Hause Microsoft, welches einige der Erweiterungen geheim hält.

Quelle: http://de.wikipedia.org
Letzte Aktualisierung ( Wednesday, 9. May 2007 )
 
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