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Der link zu courier-authlib:
http://www.courier-mta.org/authlib/
der link zu courier-imap
http://www.courier-mta.org/imap/
der link zu squirrel-mail http://www.courier-mta.org/sqwebmail/

Mails werden nun von postfix in den sogenannten Nachrichten-Container zugestellt. Jetzt fehlt es noch an einem Mechanismus, der die eMail aus diesem Container holen und final zustellen kann, wenn dem Inhaber der eMail danach ist.
Zumindest hätte dieser gerne die Möglichkeit, die empfangenen eMail lesen zu können. Dazu braucht es folgendes:

  • Authentifizierung
    der- oder diejenige, die die eMail lesen möchte, muss sich ausweisen können, dass er/sie die Berechtigung dazu hat!
  • Auslieferung
    jetst soll die Nachricht aus dem Nachrichtencontainer zum jeweiligen Besitzer -> courier-IMAP/POP-server erledigt das
  • mails lesen/senden mittels webmail
    und hierfür wird squirrel-Mail herhalten müssen.

courier-authlib

Sie können selbstverständlich vorkompilierte Packete verwenden (.deb, .tgz., .rpm) - bei Ubuntu, Debian und Slackware hat das gut funktioneirt, bei Suse nicht -
Als echte Alternative bleibt Ihnen aber immer die Kompilation des source-codes, was nicht so schwer ist -

courier-authlib bruacht entweder dbm oder berkeley-db, wobei letztgenanntes immer mehr zum status-quo wird. Kompilation ist sehr einfach:

user@host:/home/user/courier-authlib-0.59.1> ./configure \
> --without-authpam \
> --prefix=/usr
...
user@host:/home/user/courier-authlib-0.59.1> make
..
...
user@host:/home/user/courier-authlib-0.59.1> make check
...
...
user@host:/home/user/courier-authlib-0.59.1> su
password:
root@host:/home/user/courier-authlib-0.59.1# make install
...
...
root@host:/home/user/courier-authlib-0.59.1# make install-configure
...
...
root@host:/home/user/courier-authlib-0.59.1# exit
user@host:/home/user/courier-authlib-0.59.1>

Da wir keine lokalen user authentifizieren wollen, habe ich "pam" kurzerhand von authlib nicht unterstützen lassen.

Die Konfigurationsdatei für authlib liegt jetzt in /usr/etc/authlib und heisst
authdaemonrc. In diesem file gibt es sehr viele Einstellmöglichkeiten, die aber schon so gesetzt sind, dass man sie getrost übernehmen kann. Ausser einem Parameter:

user@host:/home/user/courier-authlib-0.59.1> 
cd /usr/etc/authlib; su
password:
root@host:/user/etc/authlib# vim authdaemonrc
...
...

Ändern Sie den Wert
authmodulelist="authuserdb authpwd authshadow authmysql authcustom authpipe"
auf
authmodulelist="authuserdb"
und starten den authlib-daemon

root@host:/user/etc/authlib# /usr/sbin/authdaemond start
root@host:/user/etc/authlib# pstree -A
init-+-acpid
     |-auditd---{auditd}
     |-4*[automount]
     |-courierlogger---authdaemond---5*[authdaemond]
...
root@host:/user/etc/authlib#

und schon können wir mit dem Anlegen von usern beginnen!

root@host:/user/etc/authlib# cd
root@host:~# userdb "firs" set home=/home/virtual_mailboxes/
example/first \
> mail=/home/virtual_mailboxes/example/first/Maildir \
> uid=3000 gid=3000
root@host:~# userdbpw -md5 | userdb "first" set imappw
Password:
Reenter password:
root@host:~# cat /usr/etc/authlib/userdb
first imappw=$1$K.0KgWEG$kUD4t0YodAtvbUEP1Cmt5.|uid=3000
|mail=/home/virtual_mailboxes/example/first/Maildir
|home=/home/virtual_mailboxes/example/first|gid=100
root@host:~#

GANZ WICHTIG! NICHT VERGESSEN!! makeuserdb!!!

root@host:~# makeuserdb
root@host:~#

Und schon ist ein user angelegt, namens first, der Zugriff auf das mailbox-Verzeichnis hat. Wenn dieser user einen MUA anwirft, und später erklärten POP anwirft, dann kann er bereits als username "first" angeben, und wenn das Passwort stimmte, werden die eMails aus dem Nachrichtencontainer auf die Festplatte seiner maschine abgespeichert.

Sie können übrigens das database-file lesen mittels cat oder less ... es liegt in /usr/etc/authlib/userdb

courier-imap

Dieses Programm enthält sowohl imap (plus imap-ssl) als auch pop3. Wenn nun ein user, der einen eMail-Account auf Ihrem Server hat, seine eMail bei sich zu Hause (weit entfernt von Ihrem server) abholen möchte, dann braucht er diesen serverdienst.
Die Installation ist wiederum über vorkompilierte Packete möglich
ODER wieder von source

root@host:~# exit
user@host:/home/user/courier-authlib-0.59.1> cd ..
/courier-imap-4.1.2
user@host:/home/user/courier-imap-4.1.2> .
/configure --prefix=/usr
...
...
user@host:/home/user/courier-imap-4.1.2> make
..
...
user@host:/home/user/courier-imap-4.1.2> make check
...
...
user@host:/home/user/courier-imap-4.1.2> su
password:
root@host:/home/user/courier-imap-4.1.2# make install
...
...
root@host:/home/user/courier-imap-4.1.2# make install-configure
..
...
root@host:/home/user/courier-imap-4.1.2#

VORSICHT! imap-courier will unbedingt als user kompiliert werden, besser gesagt, nicht als root-user!

Konfigurationsverzeichnis ist wieder /usr/etc

root@host:/home/user/courier-imap-4.1.2# cd /usr/etc
root@host:/usr/etc # ls
authlib    imapd.dist      pop3d       pop3d-ssl             
shared
imapd      imapd-ssl       pop3d.cnf   pop3d-ssl.dist        
shared.tmp
imapd.cnf  imapd-ssl.dist  pop3d.dist  quotawarnmsg.example
root@host:/usr/etc # 

imapd imapd-ssl pop3d pop3d-ssl
sind die von uns gesuchten Konfigurationsdateien. Am interessantesten wird sein, dass man die IP-Adresse gezielt einstellen kann, auf die der socket abzielt. Post-Einstellung würde ich auf default lassen - oder sie ändern sie, und natten durch die fw, ....
weitere Einstellungen betreffen z.B. Daemonenanzahl, ... aber, was viel interessanter ist, ist ganz unten ein Vorschlag für ein Startskript - da können Sie auch herauslesen, wie der courier-imap zu starten ist

root@host:/usr/etc # . imapd
root@host:/usr/etc # /usr/libexec/imapd.rc start
...
root@host:/usr/etc #

und rennt scho!

Letzte Aktualisierung ( Friday, 25. May 2007 )
 
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