| Pfade durch Verzeichnisgestrüpp |
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Verzeichnisse
Wir bedienen uns zur besseren Illustration des ls-Befehls, der im Anschluss näher beschrieben wird!
user@host:~> ls"ls" steht für das englische Wort listing. Dieser Befehl listet Ihnen also den Inhalt von Verzeichnissen auf. Der Inhalt eines Verzeichnisses ist entweder ein anderes Verzeichnis oder eine Datei.
Ohne Angabe einer Option bzw. eines Parameters, wird jenes Verzeichnis simpel aufgelistet, in dem Sie sich gerade befinden! user@host:~> pwd"pwd" steht für "print working directory - Gib das aktuelle Arbeitsverzeichnis aus!". Die Ausgabe dieses Befehls ergibt immer eine Absolute Pfadangabe. /home/user ist das sogenannte "Home-Verzeichnis" des Benutzers namens "user". In GNU/Linux, Unix und/oder anderen Unix-Derivaten (z.B. FreeBSD) wird das Home-Verzeichnis des users mit ˜ (=Tilde) abgekürzt! Deshalb sehen Sie auch im Eingabeprompt als Absolute Pfadangabe anstelle von /home/user eben dieses ˜-Zeichen ausgegeben. Was Ihnen bei der Ausgabe von pwd völlig (als Linux-Neuling)
abgehen wird ist die Angabe eines Laufwerksbuchstabens als oberste
Hierarchiestufe!
Sie werden C:> oder D:> gewohnt sein, das von den Microsoft-Leuten eingeführt wurde. Absolute Pfadangabe bedeutet, dass die Pfadangabe vom obersten
Hierarchiepunkt ausgehend bis zum aktuellen bzw. gewünschten
Verzeichnisnamen reicht. Später werden wir auch noch die Relative
Pfadangabe kennenlernen. Der Bereich links vom allerersten Slash ist die root-Partition. Root ist das englische Wort für Wurzel (in unserem Fall passte auch die Übersetzung "Ur-Grund") und eine Partition ist ein Teilbereich der Festplatte! Jedes GNU/Linux-System hat eine root-Partition. Ohne einer solchen geht nichts! Man könnte es mit einem Plafond vergleichen, in dem Haken eingeschraubt wurden. Der Plafond ist die root-Partition. Die angeschraubten Haken sind die mit jeweils einem Namen versehenen und mit jeweils einem Slash von der Root-Partition getrennten "Mountpoints". Ein solcher "Haken" kann nun weitere Verzeichnisse am Haken haben, oder Dateien, einen Luster oder eine andere Partition, die in diesen Haken eingehängt wurde! Was immer er am Haken hat, wird auch durch einen Slash getrennt. Der Haken an dieser Geschichte ist, dass es keinen gibt! Wir werden uns später mit diesem Thema ernst auseinandersetzen! Grundsätzlich haben Sie aber das Bild vom Plafond mit seinen Haken und Ösen verstanden, oder? Um nun alle im Plafond angebrachten Hakennamen sich anzeigen zu
lassen, tippen Sie den ls-Befehl gefolgt vom allerersten
Verzeichnistrenner, der die obersten Verzeichnisse von der
root-Partition trennt.
user@host:~> ls /Die meisten dieser Namen sind nicht rein zufäallig gewählt worden, und Sie werden sich schon gefragt haben, was diese zu bedeuten haben.
Bitte lassen Sie sich nicht dadurch verunsichern, dass Ihre Ausgabe
am Bildschirm nicht deckungsgleich mit der hier gebotenen ist. Es ist
alles okay mit Ihrem Computer! Was könnte es für einen Sinn haben, dass man weltweit diesen
Standard etabliert hat, an den sich alle Distributoren mehr oder
weniger brav halten? Alle Linux-Distributoren halten sich an das Grundgerüst des "File-Hierarchy-Standards" (FHS)!
Für weiterführende Infos über den FHS besuchen Sie die Seite
http://www.pathname.com/fhs/pub/fhs-2.3.html oder Sie laden sich den Inhalt als .txt-file oder pdf-file vom "Internet" auf Ihre Festplatte runter, indem Sie eines der files (txt, pdf, ...) auf der Seite http://www.pathname.com/fhs/pub/ auswählen. Das sind also mögliche Verzeichnis- oder Dateinamen gewesen (wir
wissen das jetzt noch nicht) , die sich unmittelbar unterhalb der
obersten Hierarchie - der root-Partition - befinden. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sollten hier keine Dateien abgelegt werden! user@host:~> ls /bin/Die Ausgabe muss bei Ihnen nicht exakt so aussehen. Es hängt nämlich der Inhalt der obigen Ausgabe auch vom Satz an Programmpaketen ab, welche auf Ihrem Computersystem lokal installiert wurden. ... oder das Verzeichnis /home/ user@host:~> ls /home/
Unsere Eingabe (Keyboard) kommt über Kanal 0, und die Ausgabe auf dem Bildschirm kommt über Kanal 1. user@host:~> echo $?Dieser Rückgabewert bezieht sich immer nur auf den unmittelbar zuvor ausgeführten Befehl! In unserem Beispiel also "ls /home/". Lassen Sie uns bewußt (oder unbewußt, weil Sie schon am einschlafen sind) einen Fehler produzieren, indem wir um die Ausgabe des Inhaltes eines Verzeichnisses bitten, das es gar nicht gibt: user@host:~> ls /xyz/Das ist also eine Fehlermeldung, die uns vom System über Kanal 2 "ausgespuckt" wurde. Und was sagt uns das? Den Luster(haken) namens xyz gibt es nicht, oder den hat es gar nie gegeben. Die Abfrage des Rückgabewertes wird den Fehlschlag bestätigen ... user@host:~> echo $? Sie sehen - der Rückgabewert des zuletzt eingetippten Befehls ist 1, für uns gleichbedeutend mit "Fehlschlag". Der Befehl echo wird gerne zur Ausgabe von Texten auf den Bildschirm eingesetzt, und wir werden immer wieder "echo" einsetzen.. user@host:~> echo Hallo
Wieder schön zu beobachten: |
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| Letzte Aktualisierung ( Monday, 7. May 2007 ) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||



